DSL dank Satellit

Viele Anbieter müssen nach wie vor auf einen DSL-Anschluss verzichten, da die Breitband-Abdeckung im Bundesgebiet immer noch flächendeckend erfolgt ist. Auch wenn Sie davon betroffen sein sollten, müssen Sie dennoch nicht auf einen schnellen Internetzugang verzichten. Abhilfe schafft hier nicht das Telefon, sondern die Satellitenfrequenzen.

Streng genommen darf man bei High-Speed-Internetverbindungen nicht von DSL sprechen, da die Technologie nicht auf die ursprüngliche DSL-Technik zurückgeht. Lediglich aufgrund der realisierbaren schnellen Internetverbindung spricht man hier von DSL. Die Verbindungsgeschwindigkeit liegt im selben Bereich wie die DSL Geschwindigkeit. Die High-Speed-Verbindung wird jedoch über eine spezielle Satellitentechnik hergesellt.

Ein-Wege-Technik

Die Ein-Wege-Technik stellt einen Internetzugang über Satellit mit separatem Rückkanal her. Hier wird jedoch nur der Download von Daten aus dem Internet über Satellit ermöglicht. Für das Uploaden – das Hochladen von Dateien ins Netz – bedarf es einer separaten Internetverbindung. Hier kann etwa ein Modem an einem herkömmlichen Telefonanschluss Abhilfe leisten. Der Vorteil dieser Technologie ist, dass sehr hohe Download-Geschwindigkeiten von bis zu 24.000 Kbit/s möglich sind.

Der Upload hingegen ist abhängig von terrestrischen Leitungen und in Regionen ohne Breitbandnetze äußert langsam. Für den ganz normalen Heimgebrauch ist der Upload zwar nicht so gravierend, dennoch benötigen Sie Uploads für E-Mails und Ähnliches. Ein daraus entstehender Nachteil sind die zusätzlich anfallenden Kosten für den Telefonanschluss und die Modem-Verbindungen. Ein Anbieter für die sogenannte Ein-Wege-Technik ist Teles skyDSL. Der Rückkanal kann hier nach Bedarf über Mobilfunk, analoges Modem oder ISDN gewählt werden.

Zwei-Wege-Technik

Wesentlicher kompakter und einfacher gestaltet sich hingegen die Zwei-Wege-Technik. Hierbei werden sowohl der Download als auch der Rückkanal für das Uploaden über die Satellitenverbindung gestellt. Die Zwei-Wege-Technik ist damit eine reine Satelliten-Lösung, ohne dass es eines separaten Rückkanals zusätzlich bedarf. Der Unterschied liegt in der sendefähigen Hardware, die es ermöglicht, auf die gewöhnliche Telefonleitung gänzlich zu verzichten.

Dadurch werden ihre monatlichen Kosten fixiert. Sie müssen keine Einwahlgebühren und dergleichen bezahlen. Der Nachteil liegt hierbei jedoch in der nicht ganz so hohen Verbindungsgeschwindigkeit. Diese lässt sich im Bereich von DSL 1000 einordnen. Anbieter für die Zwei-Wege-Technik sind beispielsweise Filiago und StarDSL.

Eine Überlegung Wert!

DSL über Satellit ist immer noch verhältnismäßig teuer. Je nach der Methode, mit der Sie Satelliten-Verbindungen aufbauen wollen, fallen entsprechende Kosten für die Installation oder die Tarife an. Der Grund dafür mag in der noch begrenzten Kapazitätsfähigkeit dieser Technologie liegen. Denn Sie teilen sich mit allen anderen Nutzern die Gesamtkapazität des Satelliten.

Deshalb kann es vorkommen, dass Ihre Geschwindigkeit gedrosselt wird. Bei den meisten Providern gilt eine sogenannte Fair Use Policy. Verbraucher, die überdurchschnittlich viel downloaden, dürfen demnach den Übertragungsgeschwindigkeit gemindert werden.